Wiederansiedlung

Der Ruf, den Bartgeier wieder heimisch zu machen, wurde schon unmittelbar nach seiner Ausrottung laut. Die Zeit war aber erst 1978 reif, als Fachleute aus mehreren europäischen Ländern die Grundlagen für die Wiederansiedlung schufen. In rund 30 Zoos und Tierpärken wurden Bartgeier gezüchtet. Die erste Aussetzung erfolgte 1986. 1997 schlüpfte der erste Bartgeier in freier Wildbahn. Insgesamt sind bisher mehr als 120 junge Bartgeier aus Zuchtstationen in die Freiheit entlassen worden.

Die Wiederansiedlung des Bartgeiers ist eine aufwändige und teure Angelegenheit. Ob sie langfristig erfolgreich sein wird, hängt von vielen Faktoren ab. Dabei spielen die Öffentlichkeitsarbeit und der Einbezug der lokalen Bevölkerung eine wichtige Rolle.

Weitere aktuelle Informationen über die Lebensweise und Wiederansiedlung von Bartgeiern unter www.bartgeier.ch oder www.wildtier.ch.





Vor der Freisetzung der ersten Bartgeier im Schweizer Nationalpark 1991. (K. Robin)
Aktuelle Verbreitung

Im Schweizer Nationalpark sind seit 1991 24 Bartgeier freigesetzt worden. Die Bartgeier halten sich schwerpunktmässig im Unterengadin und im unteren Wallis auf (vgl. Verbreitungskarte unten). Ihre Streifgebiete reichen aber über den gesamten nördlichen und zentralen Alpenraum. Nachwuchs hat sich in der Schweiz noch nicht eingestellt. Zur Zeit leben im Alpenraum mehr als 100 Bartgeier.



 
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