Entwicklungsszenarien
Die meisten der erfassten Todesfälle gehen auf menschliche Aktivitäten zurück. Eine Gefährdung stellen vor allem Kollisionen mit Hochspannungsleitungen dar. Auch illegaler Abschuss und Eierraub gehören immer noch nicht der Vergangenheit an. Vereinzelt sind Bartgeier auch an Giftköder gestorben, die gegen Hunde, Wölfe oder Füchse ausgelegt worden waren. Weitere Risikofaktoren für den Bartgeier sind der Klimawandel sowie die Entwicklung von Tourismus und Bevölkerung in den alpinen Randregionen. Langfristig muss ausserdem die genetische Vielfalt überwacht werden, um Inzuchtprobleme zu vermeiden.
Vorderhand läuft das Ansiedlungsprogramm mit regelmässigen Freisetzungen weiter. Die jüngste Freisetzung erfolgte am 27. Mai 2006 am Stilfser Joch. So ist es noch zu früh, sich zurück zu lehnen und die Wiederansiedlung als geglückt zu betrachten. Aktuelle Informationen finden Sie unter www.bartgeier.ch.
Die selbständige Vermehrung der Bartgeier verläuft nur sehr zögerlich. Es kann noch Jahre dauern, bis von einer stabilen, sich selbst erhaltenden Population von Bartgeiern im Alpenraum gesprochen werden kann.
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Im Flug lässt sich der Bartgeier an seinem keilförmigen Schwanz und den weit gespreizten Flugfedern erkennen (Foto Genswein & Greve). |