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Eleganter Wassermarder
Der Fischotter wurde wegen seinem wertvollen Pelz und seinem Ruf als „böser“ Fischräuber gnadenlos verfolgt. Mittels Aufrufen, hohen Fangprämien und ausgeklügelten Fallen wurde er in der Schweiz bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts praktisch ganz ausgerottet.
Steckbrief
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Lateinischer Name: Lutra lutra (Linnaeus, 1758); gehört zur Familie der Marderartigen. |
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Körperlänge bis 60cm (Weibchen) bzw. 90 cm (Männchen); Schwanzlänge bis 50 cm. |
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Gewicht: 5 bis 12 kg; Weibchen leichter als Männchen. |
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Nahrung: reiner Fleischfresser; hauptsächlich Fische, daneben Nagetiere, Amphibien, Vögel, Schnecken, Muscheln, Würmer und Insekten. |
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Lebenserwartung: frei lebend bis zu 18 Jahre; geschlechtsreif ab dem 2. Lebensjahr. |
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Paarungszeit Februar - März; Tragzeit 58 - 62 Tage; Setzzeit Mai - Juni; ein Wurf mit 1 - 4 Jungen pro Jahr. |
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Streifgebiete: Weibchen 20 km2; Männchen 40 - 80 km2.
Bewohnt störungsarme, fisch- und strukturreiche Gewässer,
bis 2000 m ü.M. |
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Feinde: Wolf, Luchs, grosse Greifvögel sowie frei laufende Hunde. |
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Foto P. Dollinger
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Geschichte der Ausrottung
Im Mittelalter war der Fischotter noch in den meisten Schweizer Flüssen
bis in die Alpentäler hinein verbreitet. Die zunehmende Jagd
und zum Schluss auch die Verbauung und Verschmutzung der Gewässer
hat ihm den Garaus gemacht.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Fischotter fast nur wegen seines begehrten Felles gejagt. Mit dem Aufkommen der Sportfischerei wurde der Fischotter aber auch als Beutekonkurrent gesehen und gezielt bejagt. Zeitweilig wurde öffentlich zur Ausrottung aufgerufen. Mit ausgeklügelten Fallen wurde er bis 1950 weitgehend ausgerottet.
Parallel zur aktiven Ausrottung haben rigorose Gewässerverbauungen sowie Verschmutzungen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts die Fischbestände in unseren Flüssen stark verkleinert und die Lebensräume für den Fischotter an den meisten Orten zunichte gemacht. Damit blieben nur noch wenige Gebiete übrig, welche die Voraussetzung für die Existenz des Fischotters boten.
Mit der Industrialisierung im 20. Jahrhundert ging die Vergiftung der Gewässer einher. Nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte die Belastung mitteleuropäischer Flüsse mit Schwermetallen und anderen Giftstoffen alarmierende Werte, die auch für Menschen als gesundheitsschädigend erkannt wurden. Seit dieser Zeit sind die europäischen Fischottervorkommen auch ohne Bejagung bis auf wenige Relikte verschwunden.
Als der Fischotter in der Schweiz 1956 unter Schutz gestellt wurde,
existierten nur noch wenige zersplitterte Reliktvorkommen. Die letzten
Spuren wurden 1989 am Neuenburgersee gesichtet. Seither gilt er in
der Schweiz als ausgestorben. |
Foto F. Leuthard
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