Zurückgeholt!? – Wiederansiedlung von Wildtieren in der Schweiz

Eine Wanderausstellung des Naturmuseums St.Gallen


Um 1900 fehlten in der Schweiz nahezu alle grossen Beutegreifer: Wolf, Luchs und Bär waren ausgerottet und vom imposanten Steinadler lebten nur noch kleine Restbestände in abgelegenen Alpentälern. Dieses Schicksal teilten sie mit Steinbock und Bartgeier. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig und reichen vom Verlust der natürlichen Lebensräume, der Verdrängung durch Haustiere bis zur gezielten Ausrottung wegen Bedrohung und Konkurrenz.

Hundert Jahre später, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, hat sich die Situation verändert: Der Steinbock wurde in der Schweiz und im ganzen Alpenraum erfolgreich wiederangesiedelt, der Luchs in verschiedenen Landesteilen wieder ansässig gemacht und dem Bartgeier wurde beim Aufbau einer sich selbst erhaltenden Population geholfen. Der Steinadlerbestand hat sich mittlerweile erholt. Die ökologisch mögliche Revierdichte ist in der Schweiz weitgehend ausgeschöpft. Hingegen ist der einst weit verbreitete Fischotter in der Schweiz in den 1950er Jahren verschwunden. Beobachtungen jenseits der Landesgrenze zeigen, dass sich auch diese Wildtierart wieder ausbreiten und ehemalige Lebensräume zurückerobern kann.

Warum klappt die Wiederansiedlung bei den einen Arten und bei den anderen nicht oder nur zögerlich? Dieser Frage geht die Sonderausstellung „Zurückgeholt!? – Wiederansiedlung von Wildtieren in der Schweiz“ nach.





Hervorragende Präparate und Objekte sowie informative Kurztexte zeichnen die Ausstellung aus.

Zur Ausstellung ist eine Wegleitung mit Hintergrundinformationen für Lehrpersonen als PDF-Dokument (2.2 MB) verfügbar. Für Kindergärten und Schulen steht ein Museumskoffer mit Unterlagen zur Verfügung.


Nächster Ausstellungsort


Naturmuseum Luzern: 17. Mai bis 26. Oktober 2008

 
Art of Work - Webhosting, Design und Multimedia