Pinselohr und Funkler

Lautlos und scheu ist unsere grösste einheimische Katzenart, der Luchs. Mit allen Mitteln wurde ihm der Garaus gemacht. Er galt als lästiger Konkurrent und als Bedrohung für die Nutztiere. Seine Wiederansiedlung in der Schweiz verläuft sehr schleppend.






Foto J. Schneider
Steckbrief

Lateinischer Name: Lynx lynx (Linnaeus, 1758), gehört zur Familie der Katzenartigen.
Körperlänge 80 - 120 cm; Schulterhöhe 50 - 60 cm; Gewicht 15 - 25 kg; Weibchen leichter als Männchen.
Nahrung: reiner Fleischfresser; 90% Rehe und Gämsen; gelegentlich auch Füchse, Nagetiere, Vögel und Aas.
Alterserwartung: frei lebend bis 16 Jahre, in Gefangenschaft bis 25 Jahre; geschlechtsreif mit 2 - 3 Jahren.
Paarungszeit Februar - April; Tragzeit 67 - 74 Tage; Setzzeit Mai - Juni; ein Wurf mit 1 bis 4 Jungen pro Jahr.
Streifgebiete: Streng territoriale Einzelgänger; Weibchen beanspruchen 100 - 150 km2, Männchen 120 - 400 km2.


Geschichte der Ausrottung

Der letzte Luchs wurde in der Schweiz 1894 geschossen. Im Mittelland war er bereits um 1800 verschwunden.

Durch das Abholzen der Wälder und die intensive Bejagung verringerten sich die Bestände von Rehen, Hirschen und Gämsen zunehmend. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich der Luchs vermehrt an den Haustieren des Menschen vergriff. Dies wurde ihm mit allen möglichen Mitteln wie Fallen, Gift und Gewehr heimgezahlt.



 
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