Wiederansiedlung

Mit der Zunahme der Reh- und Hirschbestände sowie der Vergrösserung der Waldfläche war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Schweiz die Zeit für die Wiederansiedlung des Luchses reif. Die ersten Tiere wurden 1971 in der Zentralschweiz ausgesetzt. Danach kam es mehrfach auch zu illegalen Freisetzungen, welche dem Vorhaben aber nicht zuträglich waren.

Von 2001 bis 2003 wurden im Rahmen des nationalen Projektes LUNO (LUchsumsiedlung NOrdostschweiz) sechs Tiere im Gebiet Churfirsten-Tössstock ausgesetzt. Zur Zeit ist unklar, wie viele Tiere in der Region leben. Bis zum Frühling 2008 sollen nochmals Luchse in der Ostschweiz ausgesetzt werden. Danach wird die Ansiedlung abgeschlossen.

Aktuelle Informationen über das Luchsansiedlungsprojekt LUNO in der Ostschweiz www.luno.ch

Informationen über den Wissensstand und den Umgang mit Grossraubtieren in der Schweiz bietet das nationale Projekt KORA www.kora.ch

Wiederansiedlungsprojekt für den Luchs in Deutschland: www.luchsprojekt.de

Internationales Luchsprojekt von Euronatur: www.euronatur.org




Freilassung des Luchses Turo im Jahr 2003. (K.Robin)

Verbreitung aktuell

Gegenwärtig gibt es in der Schweiz wieder etwa 100 Luchse. Diese verteilen sich auf zwei grosse Räume: den Jura sowie die zentralen und westlichen Alpen zwischen Reuss und Rhone. Eine dauerhafte Ausbreitung nach Osten ist bisher offenbar nicht erfolgt. Auf der unten stehenden Karte sind alle Aussetzungsorte sowie die gegenwärtig regelmässig genutzten Aufenthaltsgebiete der Luchse in der Schweiz bezeichnet. Zusätzlich sind gesicherte Einzelbeobachtungen aufgeführt.



 
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