Entwicklungsszenarien
Wenn die Wiederansiedlung des Luchses in den Alpen ein Erfolg werden soll, müssen sich sowohl das Verbreitungsgebiet wie auch die Bestandeszahl vergrössern. Illegale Abschüsse, Krankheiten und Verkehrsopfer stellen eine permanente Bedrohung der Luchspopulationen dar. Gegenwärtig lässt sich nicht abschätzen, in welche Richtung sich der Bestand langfristig entwickelt. Folgende Szenarien sind möglich:
Szenarium 1 Der Luchs wird ein dauerhafter Bestandteil unserer Fauna und breitet sich selbständig über den ganzen Alpenbogen aus. Er wird als Bestandteil der heimischen Fauna akzeptiert und illegale Abschüsse hören auf. Die Schäden in Einstandsgebieten von Huftieren vermindern sich. Für die Schafsömmerung wird in Konfliktgebieten ein Begleitschutz eingeführt.
Szenarium 2 Die Luchspopulationen können sich nur mit Unterstützung und weiteren Aussetzungen in zersplitterten Verbreitungsgebieten halten. Illegale Abschüsse werden nicht gestoppt. Schafherden werden ungenügend gegen Grossraubtiere geschützt.
Szenarium 3 Der Luchs stirbt in der Schweiz ein zweites Mal aus. Das wird dann der Fall sein, wenn illegale Abschüsse nicht gestoppt werden können und zusätzlich Krankheiten oder strenges Klima die Kleinstvorkommen reduzieren. Dichte Huftierbestände verursachen dann weiterhin Schäden in Wäldern und im Kulturland.
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Der Hass auf Luchse ist in einem kleinen Kreis von Jägern und Schafzüchtern ungebrochen und gefährdet die dauerhafte Wiederansiedlung von Luchsen in der Schweiz (Foto L. Piatti).
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